Identity fraud/theft

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Was ist Identitätsbetrug/-diebstahl?

Identitätsbetrug, auch als Identitätsdiebstahl bekannt, ist die kriminelle Handlung, die persönlichen oder biometrischen Informationen einer anderen Person, wie ihren Namen, ihre Ausweisnummer oder ihr Gesichtsbild, zu stehlen oder missbräuchlich zu verwenden, um sich als diese Person auszugeben oder unbefugten Zugriff auf Dienste zu erlangen. Es handelt sich um eine schwere Form des Betrugs, die sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen betrifft und unter EU-Vorschriften wie eIDAS, DSGVO und AML5 genau überwacht wird. Die Verhinderung von Identitätsbetrug ist eine zentrale Voraussetzung für sichere digitale Transaktionen und die Einhaltung von Vertrauensdiensten.

Wie kommt es zu Identitätsbetrug?

Identitätsbetrug tritt typischerweise auf, wenn jemand unrechtmäßig persönliche Informationen einer anderen Person erlangt, oft durch Phishing, Datenlecks, Social Engineering oder Dokumentendiebstahl, und diese verwendet, um Betrug zu begehen. Dies kann das Eröffnen von Bankkonten, den Zugriff auf vertrauliche Daten, das Beantragen von Krediten oder das Autorisieren digitaler Transaktionen im Namen einer anderen Person umfassen. Da immer mehr Dienste online verlagert werden, insbesondere in Bereichen wie Finanzen, Versicherungen und der öffentlichen Verwaltung, steigt das Risiko von Identitätsdiebstahl.

Um dieses Risiko zu mindern, verwenden Organisationen starke Methoden zur Identitätsprüfung, darunter biometrische Identifizierung, Liveness-Prüfungen und qualifizierte Vertrauensdienste. In der EU schreibt die eIDAS-Verordnung den Einsatz vertrauenswürdiger Identitätsprüfung und elektronischer Signaturen vor, während die DSGVO eine sichere Verarbeitung und Speicherung personenbezogener Daten verlangt. AML5 verstärkt zudem die Notwendigkeit, die Identität von Kunden während des Onboardings zu überprüfen, um Finanzkriminalität zu bekämpfen. Unternehmen, die sichere, konforme Onboarding-Tools einsetzen, verhindern nicht nur Identitätsbetrug, sondern fördern auch das Vertrauen der Kunden und gewährleisten rechtliche Verlässlichkeit.

icons g01 150x150.png Wesentliche Merkmale

  • Beinhaltet die unbefugte Nutzung personenbezogener oder biometrischer Daten
  • Kann zu finanziellem Verlust, Reputationsschäden oder rechtlichen Konsequenzen führen
  • Umfasst oft Fälschung, Identitätsvortäuschung oder Dokumentenmanipulation
  • Wird durch Datenlecks, Phishing-Angriffe oder Social Engineering ermöglicht
  • Wird bekämpft durch robuste ID-Verifizierung, biometrische Prüfungen und Liveness-Erkennung
  • Besonders relevant in Sektoren, die durch eIDAS und AML5 reguliert sind
  • Betrifft sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen, insbesondere beim Remote-Onboarding

icons g03 150x150.png Beispiele

  • Ein Krimineller eröffnet ein Bankkonto mit einem gestohlenen Ausweis und Gesichtsbild, um Finanzbetrug zu begehen
  • Ein Angreifer nutzt Identitätsbetrug, um bei einem unsicheren Online-Kreditgeber im Namen einer anderen Person einen Kredit zu beantragen
  • Ein Betrüger greift mit geleakten persönlichen Daten und gefälschten Zugangsdaten auf ein Portal für staatliche Leistungen zu
  • Ein Unternehmen erkennt mehrere fehlgeschlagene Identitätsprüfungen, die während des Onboardings als synthetischer Identitätsdiebstahl markiert wurden

icons g02 150x150.png Verwandte Begriffe

  • Elektronische Identifizierung
  • Biometrische Identifizierung
  • Liveness-Prüfung
  • AML- und KYC-Prüfungen
  • Qualifizierte elektronische Signatur (QES)
  • Digitale Identität

icons g05 150x150.png Referenzen

Europäische Kommission – Datenschutz gemäß DSGVO

EUR-Lex – Richtlinie (EU) 2018/843 (AMLD5)