Was ist elektronische Identifizierung (eID)?
Elektronische Identifizierung ist der Prozess der digitalen Verifizierung der Identität einer Person, um sicheren Zugriff auf Online-Dienste zu ermöglichen oder die Identität aus der Ferne zu bestätigen. Sie ermöglicht es Einzelpersonen, ihre Identität mit elektronischen Mitteln statt mit physischen Dokumenten nachzuweisen. In der EU wird die elektronische Identifizierung durch die eIDAS-Verordnung geregelt und spielt eine entscheidende Rolle bei der Einhaltung von GDPR und AML5, indem sie sichere, grenzüberschreitende ID-Verifizierung und digitale Identitätsprüfungen ermöglicht.
Wie funktioniert elektronische Identifizierung?
Elektronische Identifizierung, oft abgekürzt als eID, ermöglicht es Privatpersonen und Unternehmen, ihre Identität online durch sichere, verifizierte Methoden nachzuweisen. Dieser Prozess kann biometrische Prüfungen, das Scannen von Ausweisdokumenten, Gesichtserkennung oder die Verwendung staatlich ausgestellter elektronischer Ausweise umfassen. Gemäß der eIDAS-Verordnung können elektronische Identifizierungssysteme, die den EU-Standards entsprechen, in allen Mitgliedstaaten für den Zugang zu öffentlichen Diensten, das Unterzeichnen von Verträgen oder die Identitätsprüfung in Anwendungen des privaten Sektors verwendet werden.
Der Aufstieg von Remote-Diensten, digitalem Onboarding und grenzüberschreitendem Geschäft hat die elektronische Identifizierung unverzichtbar gemacht. Sie vereinfacht den Zugang zu digitalen Plattformen, reduziert Identitätsbetrug und verbessert die Benutzererfahrung, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass ID-Verifizierung und digitale Identitätsprüfungen sicher und rechtskonform durchgeführt werden.
Vertrauensdiensteanbieter (TSPs), wie Evrotrust, bieten eID-Lösungen an, die den hohen Sicherheitsanforderungen der eIDAS-Verordnung entsprechen und Unternehmen dabei helfen, die GDPR und AML5 einzuhalten, während manuelle Prozesse und die Onboarding-Zeit reduziert werden.
Elektronische Identifizierung ist grundlegend für sichere digitale Ökosysteme, ganz gleich, ob Sie sich bei einem Regierungsportal anmelden, ein Bankkonto eröffnen oder einen Vertrag aus der Ferne unterzeichnen. Sie stellt sicher, dass die Person auf der anderen Seite des Bildschirms genau diejenige ist, die sie vorgibt zu sein.
Wichtige Merkmale
- Ermöglicht sichere, ferne ID-Verifizierung mittels elektronischer Mittel
- Rechtlich anerkannt gemäß der EU-eIDAS-Verordnung
- Ermöglicht digitale Identitätsprüfungen mit unterschiedlichen Vertrauensniveaus (niedrig, substanziell, hoch)
- Unterstützt die grenzüberschreitende Identitätsanerkennung innerhalb der EU und des EWR
- Kann biometrische Verifizierung, Dokumentenprüfungen oder staatlich ausgestellte eIDs umfassen
- Spielt eine Schlüsselrolle bei der Einhaltung von GDPR und AML5-Sorgfaltspflichten
- Wird sowohl von öffentlichen Verwaltungen als auch von privaten Unternehmen für Authentifizierung und Zugriff verwendet
Beispiele
- Ein Nutzer greift über eine digitale Identität, die in einem anderen EU-Land ausgestellt wurde, mittels eIDAS-Interoperabilität auf sein nationales Steuerportal zu
- Eine Bank führt einen Prozess zur elektronischen Identifizierung und ID-Verifizierung durch, um einen neuen Kunden aus der Ferne zu onboarden
- Eine Online-Kreditplattform verifiziert die digitale Identität eines Kreditnehmers per Selfie und Ausweisdokument-Scan
- Ein Gesundheitsdienstleister authentifiziert Patienten mithilfe elektronischer Identifizierung, bevor er Zugriff auf medizinische Unterlagen gewährt
- Ein Unternehmenskunde meldet sich mit einer qualifizierten digitalen Identität eines zertifizierten Vertrauensdiensteanbieters bei einem internen System an
Verwandte Begriffe
- Digitale Identität
- eIDAS
- ID-Verifizierung
- Qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter (QTSP)
- AML5 (Anti-Geldwäsche-Richtlinie)
Referenzen
EUR-Lex – eIDAS-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 910/2014)
Europäische Kommission – Digitale Identität
Europäische Kommission – Politik zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML)
