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AML- und KYC-Prüfungen

AML- und KYC-Prüfungen sind regulatorische Prozesse, die von Organisationen eingesetzt werden, um Geldwäsche zu verhindern und die Identität ihrer Kunden zu verifizieren. AML steht für Anti-Money Laundering, während KYC für Know Your Customer steht. Diese Prüfungen sind durch EU-Gesetze wie AMLD (einschließlich AML5), die DSGVO vorgeschrieben und werden häufig mit digitalen Identitätssystemen und Vertrauensdiensten im Rahmen von eIDAS für ein sicheres, rechtskonformes Kunden-Onboarding integriert.

Wie funktionieren AML- und KYC-Prüfungen?

AML (Anti-Money Laundering) und KYC (Know Your Customer) sind zwei zentrale regulatorische Säulen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität und zur Sicherstellung der Integrität des globalen Finanzsystems. AML-Vorschriften verpflichten Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Finanzwesen, Recht und Immobilien, illegale Aktivitäten wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Betrug zu erkennen und zu verhindern. KYC ist ein Bestandteil von AML und bezeichnet den Prozess der Verifizierung der Identität von Kunden vor der Begründung oder Aufrechterhaltung einer Geschäftsbeziehung.

In der Praxis umfassen AML-KYC-Prüfungen das Sammeln und Verifizieren persönlicher Informationen, die Durchführung von Ausweisdokumentenprüfungen, die digitale Identitätsverifizierung, den Abgleich mit Sanktions- und Listen politisch exponierter Personen (PEP) sowie die Bewertung des Risikoprofils des Kunden. Mit dem Fortschritt des digitalen Onboardings und von Vertrauensdiensten können viele dieser Schritte inzwischen aus der Ferne und automatisiert durchgeführt werden, wobei Lösungen genutzt werden, die mit eIDAS, DSGVO und AML5 konform sind.

Diese Prüfungen sind nicht nur regulatorische Pflichten—sie sind entscheidend für den Aufbau von Vertrauen zwischen Unternehmen und ihren Kunden. Sie stellen sicher, dass Unternehmen transparent und verantwortungsvoll handeln, und helfen zugleich, Nutzer vor Identitätsdiebstahl, Betrug und dem Missbrauch ihrer personenbezogenen Daten zu schützen.

icons g01 150x150.png Wichtige Merkmale

  • Erforderlich gemäß EU-Gesetzen wie AML5, DSGVO und eIDAS
  • Fokus auf der Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Finanzbetrug
  • Umfassen Identitätsverifizierung, Risikobewertung und kontinuierliche Überwachung
  • Beinhalten häufig PEP-Screening, Sanktionslistenprüfungen und Medienrecherchen zu negativen Berichten
  • In digitale Onboarding-Workflows und das Kundenlebenszyklusmanagement integriert
  • Unterstützen ferngesteuerte, automatisierte Prüfungen über vertrauenswürdige Anbieter
  • Entscheidend für regulierte Branchen wie Banken, Versicherungen, Fintech und Immobilien

icons g03 150x150.png Beispiele

  • Eine digitale Bank führt AML-KYC-Prüfungen durch, bevor sie das Konto eines neuen Kunden mithilfe einer Fern-Identitätsverifizierung aktiviert
  • Eine Kryptowährungsbörse prüft Nutzer vor dem Handel gegen internationale Sanktions- und PEP-Listen
  • Eine Anwaltskanzlei verifiziert die Identität eines neuen Mandanten und bewertet die Herkunft der Mittel, um die Anforderungen zur Bekämpfung von Geldwäsche zu erfüllen
  • Ein Fintech-Startup integriert eine eIDAS-konforme Onboarding-Plattform, die automatische KYC-Prüfungen mit biometrischer Verifizierung durchführt
  • Ein Versicherer nutzt digitale Tools, um Dokumente zu validieren und Transaktionen in Echtzeit auf verdächtige Aktivitäten zu überwachen

icons g02 150x150.png Verwandte Begriffe

  • Elektronische Identifizierung
  • Digitales Onboarding
  • eIDAS
  • Qualified Trust Service Provider (QTSP)
  • Elektronische Identifizierung

icons g05 150x150.png Referenzen

EUR-Lex – Richtlinie (EU) 2018/843 (AMLD5)

Europäische Bankenaufsichtsbehörde – AML/CFT-Leitlinien